Warum deine Erwartungshaltung dich so fertig machen kann…

Könntest du auch manchmal wie Rumpelstilzchen wütend mit den Füßen aufstampfen, weil die Dinge nicht so gelaufen sind, wie du es dir vorgestellt hast? Fühlst du manchmal die Wut in dir hochsteigen, weil die Menschen um dich herum in den alltäglichen Dingen ganz anders agieren oder reagieren, als du es erwartet, oder dir gewünscht hast? Können dich manche Situationen an den Rand der Verzweiflung bringen?

Warum ist das so?

Die Antwort ist ganz einfach:

Weil du es dir anders vorgestellt hast und deine Erwartungen nicht erfüllt wurden!

Nehmen wir einmal an, du bist auf einer Party eingeladen. Unbewusst hast du eine bestimmte Vorstellung davon, wie es sein wird. Welche Musik laufen wird, welche Personen da sein werden, welches Essen es geben wird, wie der Abend in etwa abläuft. Vielleicht setzt du eine bestimmte Kleiderordnung voraus. Eventuell hast du auch schon Gesprächsthemen im Kopf, die du mit einer bestimmten Person führen möchtest.

Dann kommst du zur Party…

Die Musik findest du blöd, das Essen magst du nicht. Außerdem fühlst du dich overdressed. Der Mensch deiner Wahl ist beschäftigt und hat dich noch nicht einmal gesehen. Schneller, als du das Kippen deiner Stimmung wahrnehmen kannst, reagierst du bereits automatisch darauf. Deine Körperhaltung verändert sich. Mundwinkel und Schultern beginnen zu hängen. Der Kopf auch. Und dann? Du hast jetzt schlechte Laune. Wie reagierst du? Wirst du wütend? Zeigst du deine Wut? Bist du beleidigt? Ziehst du dich schmollend zurück? Oder wirst du provokant? Steckst du andere mit deiner schlechten Laune an? Oder denkst darüber nach, einfach schnellstmöglich wieder nach Hause zu gehen?

In den allermeisten Fällen ist es nun mal so, dass die Dinge sich anders entfalten, als wir es uns vorgestellt haben. Das löst ein Gefühl der Enttäuschung in uns aus. Auf dieses Gefühl folgt automatisch eine Reaktion. Wir sind wütend, schimpfen, bekommen Streit miteinander. Unser Frust verwandelt sich in Ärger. Und an dem lassen wir unser Umfeld durch unser Verhalten dann teilhaben.

Dabei ist eigentlich gar nichts schlimmes passiert. Du hattest es dir nur anders vorgestellt, als es dann in der Realität war. Deine Erwartung wurde nicht erfüllt.

Wenn man sich klar macht, dass man in der Regel an jede Aktivität unbewusst bestimmte Erwartungen über den Ausgang hat, kann man doch eigentlich nichts und niemandem mehr böse sein. Auch nicht sich selbst! Denn dann muss man weder den Anderen, noch den Umständen die Schuld dafür geben, dass es nicht so lief, wie man es sich im eigenen Kopf zurecht gesponnen hatte…

Man muss sich dann auch nicht mehr wundern, dass es bei Familienfeiern & Co oft sehr turbulent zugehen kann und die Stimmung leicht kippt. Denn je mehr Menschen sich im gleichen Raum befinden, desto mehr unterschiedliche Erwartungen gibt es darin. Diese unterschiedlichen Filme, die da in den Köpfen ablaufen, können niemals zu 100% mit der Realität übereinstimmen!

Es lohnt sich also überhaupt nicht, jedes Mal wieder innerlich aus der Fassung zu geraten, wenn es mal wieder anders kommt, als gedacht.

Es waren nur deine Gedanken in deinem Kopf, und für die ist niemand außer dir selbst verantwortlich. Niemand kann wissen, wie du es dir vorgestellt hast. Zudem ist jeder Andere viel zu sehr mit den eigenen Bildern im Kopf und den eigenen Erwartungen beschäftigt.

Wenn du dir über deine eigenen Erwartungen, die du an Dinge, Menschen oder Situationen hast, bewusst bist, kannst du dir eine Menge Enttäuschung und Frust ersparen. Denn dann ist alles, was passiert, eigentlich nur ein Missverhältnis zwischen deiner Erwartung und der Realität. Nicht mehr und nicht weniger. Worüber willst du dich dann noch ärgern?

Wenn du nicht erwartest, dass andere deine Gedanken lesen, deine Bedürfnisse erraten und immer so handeln, wie du es gerne hättest, wirst du sehr viel weniger Enttäuschungen erleben!

Vielleicht schaffst du es sogar, dich völlig frei von jeglicher Erwartungshaltung an Situationen zu machen, und den Dingen einfach zu erlauben, so zu sein, wie sie nun mal sind. Es liegt an dir, wie du die Dinge siehst. Du kannst dann immer noch das Beste daraus machen, ganz einfach mit dem Flow gehen und es annehmen, wie es eben kommt.

Wie alles im Leben, braucht es dafür etwas Übung und Geduld. Aber es ist eine große Erleichterung und es lebt sich wesentlich glücklicher. Hört sich das nicht gut an?

Alles Liebe

Susanne

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