Vermeidungsstrategie… und 9 Möglichkeiten, um diesen Instinkt zu besiegen

Hoppla… Abgabetermin verpeilt. Im letztmöglichen Moment erst mit den Vorbereitungen begonnen und na ja…leider nicht rechtzeitig fertig geworden! Kann ja mal passieren. Nicht, dass du nicht lange genug von dem Termin gewusst hättest. Du hattest nur keine Lust, überhaupt anzufangen. Was dann kommt, kennst du wahrscheinlich. Rollende Augen, tiefe Seufzer, möglicherweise abwinkende Hände des Gegenübers…verbunden mit dem non-verbalen Hinweis der absoluten Enttäuschung. Vielleicht drohen dir sogar irgendwelche Konsequenzen für dein Versagen. Angst, Panik, Stress, Schuld- und Schamgefühle steigen in dir hoch. Und Wut auf dich selbst. Warum passiert dir das nur immer wieder???

Wer Dinge auf die lange Bank schiebt, dem wird gerne fehlende Willenskraft unterstellt. (Schublade auf, unzuverlässigen Schwächling rein, Schublade zu!)

ABER Dir fehlt es nicht einfach an Willenskraft. Du brauchst nur die passende Motivation!

Wir vermeiden automatisch das, was wir nicht mögen, was uns Angst macht, oder was uns langweilt.  Auf der anderen Seite wiederholen wir gerne das, was wir mögen, was uns Spaß macht, und was uns interessiert. Es ist ein ganz natürlicher Instinkt, Dinge zu vermeiden, die man nicht mag! Gegen diesen Instinkt mit der puren Willenskraft anzukämpfen, macht nicht viel Sinn. Das ist, als würdest du nur die Symptome behandeln, anstatt das Problem zu beseitigen.

Also Schluss mit den Scham-und Schuldgefühlen, der Angst und Panik, dem Stress und dem Leid, nur weil du mal wieder etwas nicht rechtzeitig geschafft hast! Diese Gefühle sind alle nicht gesund!

Alles was du brauchst, um die nötige Motivation für anstehende lästige Arbeiten zu bekommen, sind glücklich machende Emotionen!

Hier sind 9 mögliche Strategien, um deinen Vermeidungsinstinkt durch gleichzeitige  positive Gefühlen zu besänftigen und zu überlisten:

1. Visualisierung:

Videospiele sind ein gutes Beispiel dafür, wie süchtig positive Emotionen machen können. Wenn du ein Fan von solchen Spielen bist, könntest du dir deinen lästigen Auftrag als ein solches Videospiel vorstellen. Vielleicht musst du in dieser Welt deinen Boss besiegen, darfst auf dem Weg zum Ziel Punkte sammeln, und bekommst Extra-Punkte, wenn du es in einer bestimmten Zeit schaffst. Am Ende siehst du dich als Gewinner jubelnd in der Hall of Fame stehen… Hört sich das nicht schon viel besser und motivierender an?

Falls du aber so wie ich mit Videospielen so gar nichts am Hut hast, gibt es zum Glück auch noch andere Möglichkeiten, um sich zu motivieren:

2. Die To-Do Liste:

Eine viel einfachere Strategie ist es, Listen zu machen. Teile dir die Dinge in kleine Portionen ein und streiche durch, sobald du etwas erledigt hast. Jedes Mal, wenn du eine Aufgabe durchstreichen kannst, bekommst du automatisch eine kleine Dopamin-Ausschüttung! Und nebenbei sieht deine Liste schon nach sehr viel weniger Arbeit aus. Sie wird nach und nach zu einer Liste von kleinen, schnell zu erledigenden Aktivitäten.

3. Motivation bündeln

Verbinde Aktivitäten die du überhaupt nicht magst mit Dingen, die dir gute Laune machen! Es kann sich schon viel verändern, wenn du z.B. deine Lieblingsmusik dabei hören kannst. So lässt sich plötzlich Spaß und positive Energie in die stupidesten Aktivitäten bringen. Ein großes Problem sind unsere festgefahrenen Gedankenmuster. Denn wenn du denkst, dass du etwas nicht magst, es absolut ablehnst, es zu schwierig ist, oder du es sogar als Zumutung empfindest, erzeugt das so einen inneren Widerstand in dir, dass sich dir alles genau so wie du darüber denkst wiederspiegeln wird. Dadurch machst du es dir selbst noch viel, viel schwerer. Denn diese Gedanken speichert unser Gehirn und das ist letztendlich der Grund, weshalb wir bestimmte Dinge dann gar nicht mehr tun wollen.

4. Always look at the bright side: 

Anstatt darüber nachzudenken, wie schrecklich die Aufgabe ist, die du bewältigen musst, sieh sie dir von einer anderen Seite an! Ändere deine Sicht auf die Dinge! Versuche gute Seiten daran zu finden. Du musst dafür nicht anfangen, dich selbst zu belügen, indem du so tust, als wäre alles ganz toll… fokussiere dich einfach nur auf die guten Dinge! Irgendetwas gibt es da immer. Und jedes Mal, wenn du an die Aktivität denkst und natürlich auch während du sie ausübst, bleibst du bewusst bei ihren positiven Aspekten. Denn wenn du Dinge mit anderen Augen siehst als sonst, können sie sich ganz plötzlich auch positiv wandeln. Und vielleicht fangen sie dann sogar an, dir Spaß zu machen.

5. Dein Umfeld

Die Positive Psychologie besagt, dass die Qualität unserer zwischenmenschlichen Beziehungen der wichtigste Faktor dafür ist, ob und wie glücklich wir mit unserem Leben sind. Wie kannst du das hier sinnvoll nutzen?

Du kannst Kollegen oder Freunde einladen, um die Dinge, die dir schwerfallen, gemeinsam zu tun. Das macht nicht nur mehr Spaß, es ist auch in der Hälfte der Zeit erledigt. Vielleicht findest du auch einen guten Freund, der dich motivieren kann durchzuhalten, und mit dir feiert, wenn du es geschafft hast.

Wir sind durch das, was um uns herum passiert, sehr stark beeinflussbar! Da der Mensch sich an sein Umfeld anpasst: Achte darauf, mit wem du deine Zeit verbringst! Wenn du dich mit Leuten umgibst, die Anpacken, ist die Wahrscheinlichkeit groß, dass du es auch tust. Ebenso umgekehrt! Entscheide weise!

6. Keine Ablenkung/Verführung

Sorge dafür, dass die tausend Dinge, die du viel lieber tun würdest, nicht in erreichbarer Nähe sind! Nutze sie als anschließende Belohnung! Was immer du auch tust, mach es dir richtig schwer, in Versuchung zu kommen! Das bedeutet: Ein aufgeräumter Schreibtisch, ein ausgeschaltetes Handy! Dann fokussiere dich auf deine Arbeit. Plane 40 Minuten dafür ein und gönne dir dann eine Pause von 10 Minuten. Belohne dich. Dann arbeite wieder 40 Minuten. Je stärker dein Widerstand, desto strenger muss jegliche Versuchung verbannt werden! Am besten sorgst du für die absolute Langeweile um dich herum, so dass die doofe Arbeit am Ende die bessere Wahl ist.

7. Verändere deine Umgebung.

Wenn du am gewohnten Platz sitzt, hast du auch die gewohnten Gedanken und Gefühle, die dich bremsen. Das ist ein echter Trigger, um es auch weiterhin zu lassen. Es ist Zeit, aus dieser Gewohnheit auszubrechen! Der beste Weg das zu tun ist, deine Umgebung zu verändern. Stelle die Möbel um, dekoriere neu, oder arbeite einfach mal am Küchen-oder Esstisch. Kleinste Veränderungen registriert unser Gehirn und kalibriert sich  neu. Diese Momente sind der perfekte Zeitpunkt, um Dinge anders zu machen!

8. Entschlossenheit

Achte auf deine Gedanken und Selbstgespräche! Wenn du denkst oder sagst ich sollte oder ich müsste dies oder jenes tun, ist es leicht, erst gar nicht anzufangen! Sage: Ich mache das, und ich mache es jetzt! Diese entschlossenen Worte führen dazu, dass dein Körper deinem Geist folgt und du tatsächlich loslegst!

9. Die dritte Person

Du kannst deine Abwehr auch zu einer dritten Person machen… Gib ihr einen Namen und unterhalte dich entsprechend mit ihr. Das projiziert deine Schuldgefühle auf die imaginäre Person und du fühlst dich besser!

So, ich hoffe, ich konnte dich inspirieren. Probiere aus, was am besten zu dir passt, und halte durch! Du wirst merken, dass es wirkt!

Motivation, ich komme….

Alles Liebe,

Susanne

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